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25.02.2019 01:07 Uhr Alter: 5 Jahr(e)
Kategorie: LZ1, LG2, LG3, LZ4, LG5, Führung/Stabsstellen

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B 5 - Gebäudebrand / Frankfurter Str (mehr)



„B 3 –Feuer in Gebäude“ war das Alarmierungsstichwort am 25.02.2019. (B 3 = Alarm für einen Löschzug).

 

Eine Bewohnerin eines Wohn- und Geschäftshauses in der Frankfurter Straße hatte den Notruf abgesetzt.

 

Der zuerst eintreffende Rettungsdienst erkannte die enorme Rauchentwicklung und gab diese Erkenntnis an die Leitstelle weiter. Der bereits auf der Anfahrt befindliche Wehrleiter Markus Henkel hörte die Rückmeldung des Rettungsdienstes und ließ noch vor seinem Eintreffen die Alarmstufe auf „B 4“ (Einsatz für 2 Löschzüge) erhöhen.

 

Bei Eintreffen der ersten Kräfte des Löschzuges Hennef befand sich das erste OG eines 4-geschossigen Wohn- und Geschäftshauses im Vollbrand. 2 Bewohner des 4. Ober­ge­schosses machten sich durch Hilferufe bemerkbar. Sie konnten ihre Wohnung auf Grund des verrauchten Treppenhauses nicht mehr verlassen. Die Alarmstufe wurde daraufhin durch den inzwischen eingetroffenen Wehrleiter auf „B 5“ (Vollalarm für die Feuerwehr Hennef) erhöht. Somit wurden alle 5 Hennefer Einheiten zur Einsatzstelle beordert: neben dem originär zuständigen Löschzug Hennef der Löschzug Uckerath sowie die Löschgruppen Happerschoß, Stadt Blankenberg und Söven.

Auf Grund der Alarmstufenerhöhung wurde die Feuerwehr auch per Sirene alarmiert.

 

Um den Grundschutz im Stadtgebiet sicher zu stellen, wurde eine Einheit aus Sankt Augustin zur Besetzung der Wache Hennef alarmiert.

 

Zur Brandbekämpfung wurden zunächst 2 C-Rohre im Außenangriff eingesetzt. Parallel zu den Löschmaßnahmen wurden 2 Bewohner des 4. Obergeschosses per Drehleiter aus der Wohnung geholt und dem Rettungsdienst übergeben. Eine weitere Bewohnerin des Hauses wurde von der Feuerwehr über das Treppenhaus gerettet. Dazu wurde die Bewohnerin mit einer Fluchthaube versorgt.

 

Insgesamt wurden bei dem Feuer 9 Menschen verletzt. Neben den o.g. 3 Personen, die von der Feuerwehr gerettet wurden, hatten 6 weitere das Haus vor Eintreffen der Feuerwehr selbständig verlassen.

Alle 9 Bewohner wurden mit Rauchgasintox in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zur Versorgung der Patienten waren 7 Rettungswagen und 5 Ärzte vor Ort.

 

Die Brandbekämpfung wurde im weiteren Verlauf per Innenangriff weitergeführt. Gebrannt hatte es in einer Massagepraxis. Die Hauptlöscharbeiten wurden im Bereich der Rezeption per C-Rohr durchgeführt. Was genau dort gebrannt hatte, war für den Angriffstrupp nicht mehr erkennbar. Parallel zu den Löschmaßnahmen wurde das Objekt überdruckbelüftet und so von dem Brandrauch befreit.

 

 

Ferner wurde das Gebäude Wohnung für Wohnung von den Kräften der Feuerwehr durchsucht. Weitere Personen wurden nicht gefunden.

Zur Brandbekämpfung, Personensuche und Menschenrettung gingen insgesamt 12 Trupps unter Atemschutz vor (24 Einsatzkräfte). Ein Fahrzeug des Kreises war vor Ort, um die Atemschutzgeräte zu tauschen.

 

Das Haus ist auf Grund des Feuers nicht mehr bewohnbar. Das Ordnungsamt war vor Ort, um für eine Ersatzunterbringung der Bewohner zu sorgen.

 

Ein weiteres Hubrettungsfahrzeug war vor Ort. Das Fahrzeug der Feuerwehr Siegburg konnte auf Grund einer zu engen Durchfahrt nicht eingesetzt werden. Die Feuerwehr nahm stattdessen tragbare Leitern vor.

 

Während der Löscharbeiten war die Frankfurter Straße komplett gesperrt; die Polizei leitete den Verkehr um.

 

Die Brandursache ist der Feuerwehr nicht bekannt und wird von der Kripo ermittelt.

 

Einsatzleiter war Stadtbrandinspektor Markus Henkel, 91 Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. (tv)