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08.05.2021 13:58 Uhr Alter: 1 Jahr(e)
Kategorie: LZ1, LG2, LG5, Führung/Stabsstellen

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Brennt Gartenhaus - Alarmstufenerhöhung / Kapellenstr. (mehr)


Zu einem Brand eines Doppelgartenhauses kam es am 08.05.2021 in Hennef – Geisbach.

Der 39jährige Bewohner eines Zweifamilienhauses war gerade im Garten mit Außenarbeiten beschäftigt, als er Feuer bemerkte.

 

Der Brand ging von einem hölzernen Gartenhaus der Größe 3 m x 5 m aus, welches direkt an das Zweifamilienhaus angebaut war. Direkt neben dem hölzernen Gartenhaus stand ein weiteres Gartenhaus aus Blech der Größe 2 m x 3 m.
In den Gartenhäusern befanden sich Rasenmäher, Gartenmöbel, diverse Geräte und drei Gasflaschen. Die Gasflaschen konnten von dem Bewohner noch rechtzeitig aus den Gartenhäusern entfernt werden.

 

Das Feuer hatte sich aber bereits zu stark ausgebreitet, um noch von dem 39jährigen gelöscht werden zu können. Der Mann holte daher seine 56jährige Partnerin sowie zwei Hunde aus dem Wohnhaus und alarmierte die Feuerwehr. Parallel dazu hatte die 61jährige Bewohnerin der Souterrain-Wohnung ebenfalls das Feuer bemerkt. Auch sie verließ umgehend das Haus und alarmierte ebenfalls die Feuerwehr.

 

Auf Grund des Ereignisses kam es zu einer spektakulären Rauchentwicklung, die für die Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt erkennbar war. Da die Leitstelle von einer Vielzahl von Anrufen der Nachbarschaft informiert wurde (mehr als 20 Anrufe) wurde die Alarmstufe von der Leitstelle noch vor Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr von „B2“ auf B3“ erhöht.

 

Die als erstes eintreffenden Kräfte der Feuerwehr erkannten den großen Umfang des Feuers und dass dieses auf das Dach des Hauses überzugreifen drohte und erhöhten ihrerseits die Alarmstufe auf „B4“ (= Einsatz für 2 Löschzüge). Folglich wurden neben dem originär zuständigen Löschzug Hennef noch die Löschgruppen Söven und Happerschoß zur Einsatzstelle beordert.

 

Zur Brandbekämpfung wurden zwei C-Rohre von der rechten Seite aus sowie ein weiteres C-Rohr von der linken Hausseite aus vorgenommen. Ein weiteres C-Rohr wurde in das Haus selbst verlegt, kam aber nicht mehr zum Einsatz. Weiterhin wurde über ein handgeführtes D-Rohr von der Drehleiter aus gelöscht. Die zur Brand­be­kämpfung eingesetzten neun Trupps gingen unter Atemschutz vor.

 

Durch das Eingreifen der Feuerwehr konnte die Brandausbreitung auf das Wohngebäude weitgehend verhindert werden.

Trotzdem kann es durch geplatzte Fensterscheiben und dadurch ermöglichte Rauchentwicklung im Gebäude zu erheblichem Sachschaden. Die Wohnung im Obergeschoss ist daher vorerst nicht bewohnbar. Die Wohnung im Souterrain ist nach einigen Tagen wieder bewohnbar.

 

Zum Schluss wurden über die Drehleiter einige Dachpfannen entfernt. Mit einer Wärmebildkamera wurde nach versteckten Glutnestern gesucht.

 

Die beiden Gartenhäuser wurden durch das Feuer völlig zerstört.

 

Die Brandursache ist der Feuerwehr nicht bekannt. Brandursachenermittler der Kripo waren vor Ort.

 

Einsatzleiter war Stadtbrandinspektor Markus Henkel. 62 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

 

(tv)