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04.06.2021 19:47 Uhr Alter: 1 Jahr(e)
Kategorie: LZ1, LG2, LG3, LZ4, LG5, Führung/Stabsstellen

232-759

Starkregenereignis – ab dem 04.06.2021, 19:45 Uhr bis 05.06.2021, 15:15 Uhr fast 530 Einsätze für die Feuerwehr / Stadtgebiet (mehr)


Sintflutartige Regenfälle ereigneten sich am 04.06.2021 kurz vor 20 Uhr in Hennef. Eine Unwetterfront war über das Stadtgebiet gezogen und hatte sich mit enormen Regenmengen und Gewitter entladen. Wegen der zu erwartenden Einsatzzahl erfolgte die Alarmierung der Feuerwehrleute auch per Sirene.

Auf Grund des Starkregens wurden viele Keller überflutet. Einige Straßen wurden überschwemmt und waren nicht mehr passierbar. U.a. wurde die Unterführung in der Theodor-Heuss-Allee derart überflutet, dass sie nicht mehr befahrbar war und gesperrt werden musste.

An einigen Stellen kam es zu Hangabrutschungen. Straßen wurden zu Flüssen und richteten an einigen Häusern enormen Schaden an.

Im Laufe des Abends mussten ca. 500 Einsätze abgearbeitet werden. Die Feuerwehr pumpte Keller aus, beseitigte Überflutungen von Straßen und unterstütze bei der Einrichtung von Straßensperrungen.

Zwischendurch kam es zu mehreren „Blitz“ Einsätzen. Es handelt sich dabei um Einsätze höchster Priorität, die vorrangig vor anderen Einsätzen abgearbeitet werden müssen. So kam es einmal zu einer Alarmauslösung durch eine Brandmelde­anlage. Dann wurde ein Kellerbrand gemeldet und schließlich hieß es, dass drei Menschen aus einem überfluteten Bereich gerettet werden müssten, da sie sich alleine nicht mehr befreien können. Alle Blitz-Einsätze stellten sich aber als Fehlalarme heraus.

Um diese außergewöhnlich hohe Zahl von Einsatzstellen erledigen zu können, wurden Feuerwehr-Einheiten aus dem gesamten Kreisgebiet – und darüber hinaus – dazu alarmiert. Ferner war das THW mit mehreren Gruppen vor Ort. Insgesamt wurden rund 450 Einsatzkräfte in Hennef tätig.

Einsatzleiter war Stadtbrandinspektor Markus Henkel. Ca. 450 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Einige Zeit war Bürgermeister Mario Dahm zugegen und machte sich ein Bild von der Lage. Zur Unterstützung wurde auch der Stab außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Verwaltung alarmiert.

 

 

 

(tv)