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03.08.2021 19:41 Uhr Alter: 83 Tag(e)
Kategorie: LZ1, LG2, Führung/Stabsstellen

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ABC 3 Austritt Säure / Bahnhofstr. (mehr)


Zu einer Alarmauslösung wegen vermeintlich gefundener Flusssäure kam es in den Abendstunden des 03.08.2021.

Ein Triebfahrzeugführer war mit einem Personenzug (S 12) unterwegs in Richtung Köln. Bei der Abfahrtskontrolle bemerkte er einen stechenden Geruch in einem der Eisenbahnwagen.

Er gab die Beobachtung an die Leitstelle der Bahn weiter und teilte dieser gleichzeitig mit, dass der Geruch auf Flusssäure hinweisen könnte.

Die Leistelle der Bahn alarmierte daraufhin die Feuerwehr.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr befand sich die S 12 auf Gleis 1 in Warteposition.

Flusssäure ist eine farblose, stechend riechende, hochgiftige Flüssigkeit. Sie greift selbst Glas an und wirkt stark ätzend auf die Haut, die Schleimhäute und die Bindehaut der Augen, wobei schon eine geringe Exposition schnell zum Tod führen kann.

Aufgrund der Gefährlichkeit der Substanz sperrte die Feuerwehr den Gefahrenbereich weiträumig ab und evakuierte den Zug. Die Fahrgäste wurden gebeten, sich in einem Areal außerhalb des Gefahrenbereichs zu sammeln und für eventuelle Untersuchungen zur Verfügung zu halten.

Ein Brandoberinspektor der Feuerwehr, der auf Grund seines Hauptberufes sachkundig in Fragen der Chemie ist, nahm die in Frage stehende Substanz in Augenschein und erkannte, dass es sich nicht um Flusssäure handeln könnte. Vielmehr handelte es sich um handelsübliche, lösemittelbasierte Sprühfarbe (schwarz).

Die Farbe war offenbar von Unbekannten, zu Vandalismus neigenden Personen im Eisenbahn­wagen aufgebracht worden.

Gegen 20:30 Uhr konnte die Sperrung des Gleises 1 und des Bahnhofes wieder aufgehoben werden, so dass sich die Verzögerungen in Grenzen hielten. Die Fahrgäste konnten ihre Fahrt Richtung Köln fortsetzen.

Einsatzleiter war Stadtbrandinspektor Uwe Faber. 27 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

 

 

 

 

(tv)