24 März ALARMZUG-WASSERF-HNF-II. / Bahnhofsstraße (Niederkassel) – Bericht/Fotos
Zu einem Großbrand nach Niederkassel wurden die Löscheinheiten Söven und Uckerath am 24.03.2026 alarmiert (Alarmzug Wasserförderung Henenf II).
Zum Einsatz kam die Löscheinheit Uckerath mit den beiden Tankfahrzeugen, die im Pendelverkehr bei der Wasserversorgung unterstützten.
Die Löscheinheit Söven verlegte eine Schlauchleitung von einem Hydranten in einem Wohngebiet zur Einsatzstelle. Hier kam insbesondere der SW 2000 zum Einsatz.
Hier der Pressebericht der Feuerwehr Niederkassel zu dem Einsatz:
(tv)
Am Dienstag (24.03.2026) wurden wir gegen 12:10 Uhr zu einem Brand in einer Lager- und Gewerbehalle in den Feldern zwischen Niederkassel-Rheidt und Stockem alarmiert. Gemeldet war, dass es in einer Halle brennt.
Schon beim Eintreffen der ersten Kräfte war das Feuer bereits auf Teile der Lagerhalle übergegriffen und breitete sich in kurzer Zeit weiter aus. Auch ein direkt angebautes Wohngebäude mit zwei Mietwohnungen war betroffen. Alle Personen vor Ort konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Die Rauchentwicklung war sehr stark, die Rauchsäule weithin sichtbar. Wir haben die Bevölkerung deshalb über NINA gewarnt und gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten.
Eine große Herausforderung war die Wasserversorgung, weil es am Brandort keinen ausreichende Wasserversorgung gab. Wir haben daher einen Pendelverkehr mit mehreren Fahrzeugen aufgebaut, Wasser in Becken zwischengespeichert und zusätzliche Tanker aus anderen Kommunen nachgeführt. Besonders gefreut hat uns die schnelle Unterstützung durch Landwirte aus der Umgebung, die mit Wasserwagen mithalfen, die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Erschwerend kam hinzu, dass die Halle mit asbesthaltigen Dachplatten gedeckt war. Dadurch ist es im Einsatzverlauf zu einer Kontamination der Einsatzstelle und den direkt umliegenden Feldern gekommen. Entsprechend haben wir konsequent mit angepasster Schutzausrüstung gearbeitet und im Anschluss die Dekontamination von Einsatzkräften und Fahrzeugen umgesetzt. Das war ein wichtiger Baustein, um unsere Leute zu schützen und eine Verschleppung zu vermeiden. In der abziehenden Rauchwolke konnten keine Schadstoffe nachgewiesen werden. Das haben Messungen der Feuerwehr und des Landes ergeben. Wie stark die Kontamination im Umfeld der Einsatzstelle ist, wird derzeit von Experten noch untersucht.
Aufgrund der Lage wurde die höchste Alarmstufe ausgelöst. Neben der gesamten Feuerwehr Niederkassel waren zahlreiche Einheiten aus dem Rhein-Sieg-Kreis und der Umgebung im Einsatz. Zusätzlich wurde das THW hinzugezogen, unter anderem zur Einschätzung der Statik und zur Unterstützung bei Sicherungsmaßnahmen.
Der Einsatz dauerte bis in die Nacht. Insgesamt waren in der Spitze mehr als 150 Kräfte gleichzeitig an der Einsatzstelle; über die gesamte Einsatzdauer hinweg waren im Verlauf mehr als 300 Kräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei, THW und unterstützenden Organisationen beteiligt, die meisten davon ehrenamtlich neben Beruf und Familie.
Danke an alle eingesetzten Einsatzkräfte aus dem Rhein-Sieg-Kreis sowie an Jola-Rent für die Unterstützung.
Zur Brandursache machen wir keine Angaben; die Ermittlungen liegen bei der Polizei.
