09 Sep. Große Übung in großer Firma – Feuerwehr Hennef zu Gast bei Rolf Fensterbau
Eine Großübung dreier Einheiten der Feuerwehr Hennef wurde in den Abendstunden des 8. September 2026 in Hennef-Uckerath durchgeführt. Rund 60 Einsatzkräfte der Löscheinheiten Uckerath, Stadt Blankenberg und Hennef-Mitte kamen zusammen, um die Menschenrettung und Brandbekämpfung in einem Produktionsbetrieb zu trainieren.
Übungsort war die Firma Rolf Fensterbau in Hennef-Uckerath. Der 1980 in Ruppichteroth gegründete Fensterbaubetrieb verlegte seinen Sitz vor rund 30 Jahren nach Hennef-Uckerath. Heute befindet sich das Unternehmen auf einer rund 10.000 Quadratmeter großen Betriebsfläche mit eigener Fensterproduktion und einem großen Fuhrpark von rund 38 Fahrzeugen.
Mit etwa 120 Beschäftigten gehört Rolf Fensterbau zu den größten privaten Arbeitgebern in Hennef.
Aufgrund der Größe des Betriebsgeländes und der dort verarbeiteten umfangreichen Mengen an Kunststoffmaterialien sind Übungen dieser Größenordnung für die Feuerwehr besonders wichtig. Die Einsatzkräfte können dabei die örtlichen Gegebenheiten kennenlernen, die optimale Fahrzeugaufstellung erproben und die Organisation der Löschwasserversorgung trainieren.
Dementsprechend war auch das Übungsszenario aufgebaut. Als angenommene Lage wurde eine Verpuffung im Kompressorraum im ersten Obergeschoss des Produktionsgebäudes mit anschließender Brandentwicklung angenommen. Zwei Mitarbeiter galten als vermisst.
Nach Alarmierung durch Funkmeldeempfänger trafen zunächst die Einsatzkräfte der Löscheinheit Uckerath ein. Sie leiteten die ersten Maßnahmen ein, setzten den Verteiler und bereiteten die Brandbekämpfung sowie die Menschenrettung vor.
Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz und mit Strahlrohren ausgerüstet in das Gebäude vor. Nach kurzer Zeit konnten die beiden vermissten Mitarbeiter gefunden und gerettet werden.
Parallel zu diesen ersten Maßnahmen trafen die Löscheinheiten Stadt Blankenberg und Hennef-Mitte ein.
Die Löscheinheit Stadt Blankenberg stellte einen Faltbehälter auf, der mit rund 15.000 Litern Löschwasser befüllt wurde. Zusätzlich wurde die Wasserversorgung über das vorhandene Hydrantennetz sowie die beiden Tankfahrzeuge der Löscheinheit Uckerath sichergestellt. Darüber hinaus war ein landwirtschaftlicher Lohnunternehmer mit einem 20.000-Liter-Wasserfass vor Ort.
Die Löscheinheiten Stadt Blankenberg und Hennef-Mitte errichteten anschließend eine Riegelstellung, um die angrenzende Bebauung vor einer Brandausbreitung zu schützen. Zur Brandbekämpfung und zum Betrieb der Riegelstellung kamen insgesamt vier C-Rohre zum Einsatz, davon zwei im Innenangriff. Zusätzlich wurde ein B-Rohr im Außenangriff eingesetzt. Über die Drehleiter wurde außerdem ein Wenderohr vorgenommen.
Neben den Einsatzkräften waren zahlreiche Zuschauer vor Ort. Auch einige Mitglieder des Stadtrates machten sich ein Bild von der Übung. Ebenfalls vor Ort waren der Beigeordnete Michael Walter, der stellvertretende Bürgermeister Max Heller sowie die Wehrleitung der Feuerwehr Hennef, die die Übung als Beobachter begleitete.
Nach Abschluss der Übung konnten sich die Einsatzkräfte über eine Einladung des Geschäftsführers Frank Alefelder zu Grillwürstchen und Kaltgetränken freuen.
Die Feuerwehr Hennef zeigte sich mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Übung zufrieden. Es konnten wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse für einen möglichen Ernstfall gewonnen werden – einen Ernstfall, der hoffentlich niemals eintreten wird.
(tv)
______________________________________________________________________________________________________________________________
Übungstag: 08.09.2026, 19:00 Uhr
Übungsort: Hennef-Uckerath, Rolf Fensterbau, Irmenbitze
Stichwort: Angenommene Lage: Brand in einem Produktionsbetrieb mit Menschenrettung
Einsatzleiter: Brandoberinspektor Frank Heimann
Übungsleiter: Oberbrandmeister Andreas Becker sowie Hauptbrandmeister Marcus Wetzel
Einsatzkräfte: Feuerwehr Hennef mit den Löscheinheiten Uckerath, Stadt Blankenberg und Hennef-Mitte
Anzahl Einsatzkräfte: ca. 60


