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15.12.2018 19:39 Uhr Alter: 95 Tag(e)
Kategorie: LZ1, LG3, LZ4, Führung/Stabsstellen

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Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person / L 333 (mehr)


Ein Verkehrsunfall ereignete sich am 15. Dezember 2018. Ein 31jähriger Fahrer war zusammen mit seiner 35jährigen Ehefrau unterwegs auf der L 333 zwischen Hennef und Eitorf.

Aus der Feuerwehr nicht bekannten Gründen kam das Fahrzeug – ein Citroen Kleinbus – von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Anschließend wurde der Wagen auf die andere Fahrbahnseite geschleudert und kam mit der Vorderseite in der Steilwand zum Stehen. Der Aufprall war so heftig, dass der komplette Motorblock heraus gerissen wurde.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr befand sich das Fahrzeug – von Hennef aus gesehen – auf der rechten Fahrspur quer zur Fahrbahn. Der Fahrer wurde bei dem Unfall mittelschwer verletzt und war im Auto eingeschlossen. Die Feuerwehr befreite ihn schnell und übergab ihn dem Rettungsdienst.

Erheblich schwieriger war die Rettung der Beifahrerin. Sie wurde in dem Citroen extrem stark eingeklemmt. Im Wege einer sehr aufwendigen technischen Rettungsmaßnahme wurde sie aus dem Fahrzeug befreit. Dazu musste zunächst die Rückenlehne des Beifahrersitzes entfernt werden. Ein Herausziehen der Frau aus dem Auto war aber nicht möglich, da sie mit den Beinen im Fußraum des Wagens stark eingeklemmt war. Unter Einsatz diverser hydraulischer Geräte (Rettungsschere, -spreizer, -zylinder und -ketten) gelang es schließlich, den vorderen Teil des Wagens so weit auseinander zu ziehen, dass die Verletzte befreit werden konnte.
Um sie dann möglichst schonend aus dem Wagen zu holen, wurde auch ein Spineboard eingesetzt.

Die 35jährige wurde bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt und per Rettungswagen in eine umliegende Unfallchirurgie gebracht.

Neben den o.g. Arbeiten leuchtete die Feuerwehr die Einsatzstelle aus. Ferner wurde die Umgebung per Wämebildkamera kontrolliert, um festzustellen, ob eine weitere Person möglicherweise aus dem Fahrzeug geschleudert worden war. Hierzu ergaben sich allerdings keine Feststellungen.

Während der gesamten Rettungsmaßnahmen wurden die Unfallopfer von drei anwesenden Ärzten betreut und versorgt

Die L 333 blieb – auch für die anschließende Unfallaufnahme – für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um

Einsatzleiter war Brandoberinspektor Bernd Gottschalk. 42 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

 

Thomas Vitiello
Pressesprecher Feuerwehr Hennef